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Der Autor und Lyriker Christian Englert
Der Autor und Lyriker Christian Englert

Ganzei - Das Buddha-Auge (*)

 

 

“Die Berge, die Flüsse und die Erde offenbaren das Buddha-Auge, das nicht entsteht und nicht wächst sondern nur jetzt existiert. Sie sind der reine und frische Herbstwind, der sehr sehr alt ist, und sie sind der klare und helle Herbstmond, der ganz neu und frisch ist. Vergleicht die Reinheit und Frische des Herbstwindes nicht mit den vier grossen Ozeanen. Der klare und helle Herbstmond ist heller als tausend Sonnen und Monde. Die Berge, die Flüsse und die Erde sind rein und klar, und sind selbst das Buddha- Auge.“

 

 

SANSUI GYõ - Berge (**) …

 

 

“Seit anfanglosen Zeiten lebten grosse Heilige in den Bergen. Alle Weisen und Heiligen machten die Berge zu ihrem inneren Heiligtum, machten die Berge zu ihrem Körper und Geist. Die Berge verwirklichen sich hier und jetzt dank dieser Weisen und Heiligen. Im Allgemeinen glauben wir, dass in den Bergen sehr viele weise und heilige Menschen anwesend sind, wenn wir aber in die Berge kommen, begegnen wir weit und breit niemandem. Die Berge offenbaren nur ihre kraftvolle Aktivität, sonst nichts. Nicht einmal die Spuren unserer Schritte bleiben zurück. Der Augenblick scheidet sich fundamental, in Bezug auf das Wissen und die Wahrnehmung, von dem Augenblick, wenn wir den Bergen aus dem Inneren der Berge heraus begegnen…“

 

 

… und Wasser (***)

 

“…Wenn menschliche Wesen das Wasser sehen, haben sie nur die eine Möglichkeit, nämlich es als dauernd fliessend anzusehen. Dieses Fliessen kann in vielen Formen geschehen und jede von ihnen entspricht einer menschlichen Sichtweise. Das Wasser fliesst über die Erde, es fliesst durch den Himmel, es fliesst in den neuen grossen Strömen Chinas. Es steigt auf und bildet Wolken. Es fällt nieder und bildet Seen…..Letztlich können wir sagen, dass die Wirklichkeit des Wassers weit darüber hinausgeht, was wir Menschen darunter verstehen, aber das Wasser kann tatsächlich fliessen. Die Wirklichkeit des Wassers geht auch weit darüber hinaus, was wir nicht darunter verstehen, aber das Wasser kann tatsächlich fliessen…“

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* Aus SHOBOGENZO von Meister Dogen Zenji , Kapitel GANZEI Nr. 63 in

der Ausgabe von Gudo Wafu Nishijima, Übersetzung von Ritsunen Gabriela Linnebach, Band 3, 2006, Werner Kriskeitz Verlag.

 

** SHOBOGENZO op cit. Kapitel SANSUI GYO Nr. 14, S.201

 

*** a.a.O. S.199

Buddhas Augen
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Buddhas Augen

Es gab einmal eine Zeit, in der Menschen dem Buddha-Auge folgen und in einer von Menschenhand unberührten Natur die wahre Wirklichkeit erfahren und erleben konnten. Der Zen-Meister Dogen Zenji (geb.1200 in Kyoto – gestorben 1253) hat mit den Augen eines realistischen Mystikers solche Erfahrungen in seine religiös - philosophischen Schriften eingebracht.

Hier zwei Beispiele: